Die Bürgerinitiative ANTIWA ist keine Bewegung der leeren Worte. Nachfolgend dokumentieren wir unsere zehn zentralen Forderungen, die wir in ordentlicher Sitzung beschlossen haben. Wir bitten die zuständigen Stellen, diese zur Kenntnis zu nehmen.
Umbenennung: „Wangerland" in „Ehemalige Samtgemeinde Wangerland (aufgelöst)"
Der Name „Wangerland" ist das Kernproblem. Er normalisiert die Samtgemeinde. Er findet sich auf Ortsschildern, in Dokumenten und in den Herzen von Menschen, die das besser wissen sollten. Die Bürgerinitiative ANTIWA fordert die sofortige Einleitung eines Umbenennungsverfahrens. Als Übergangslösung akzeptieren wir auch „Nicht-Wangerland". Beide Optionen liegen auf dem Tisch. Der Vorstand erwartet eine schriftliche Stellungnahme bis Ende des Jahres.
Antrag in VorbereitungAlle Windräder drehen sich künftig im Gegenuhrzeigersinn
Windräder, die sich im Uhrzeigersinn drehen, symbolisieren den Fortschritt in Richtung Beibehaltung des Wangerlands. Eine Umkehr der Drehrichtung wäre ein klares politisches Signal des Umdenkens. Technisch ist das lösbar. Ob es physikalisch sinnvoll ist, wird im Arbeitskreis „Erneuerbare Energien und Wangerland" derzeit geprüft. Politisch ist es ein Muss.
Arbeitskreis eingesetztSchillig erhält Eigenständigkeit und eine Interessenvertretung in Brüssel
Schillig hat es nicht verdient, Bestandteil der Samtgemeinde zu sein. Der Ort ist ein Opfer geografischer Umstände und verwaltungstechnischer Gleichgültigkeit. Die Bürgerinitiative ANTIWA fordert die sofortige Einleitung eines Loslösungsverfahrens sowie die Einrichtung einer eigenständigen EU-Interessenvertretung für Schillig. Schillig verdient mehr. Schillig verdient Freiheit.
Noch offenEin konkreter Schlickreduzierungsplan für das Wattenmeer
Das Wattenmeer produziert täglich Schlick. Dieser Schlick ist, geografisch betrachtet, eine Verlängerung des Wangerlands in das Wasser hinein. Wir fordern einen verbindlichen, tabellarisch aufbereiteten Schlickreduzierungsplan mit messbaren Zwischenzielen. Das UNESCO-Weltnaturerbe-Siegel ist kein Freibrief. Wir behalten uns vor, eine Petition einzureichen.
Petition in VorbereitungHorumersiel legt das demokratische Mandat für den Begriff „Perle" vor
Horumersiel bezeichnet sich selbst als Perle der Region. Die Bürgerinitiative ANTIWA hat nach einem Beschluss, einem Gutachten oder einer auch nur informellen Abstimmung gesucht, die diese Selbstbezeichnung legitimiert. Wir haben nichts gefunden. Wir fordern die Offenlegung der entsprechenden Unterlagen. Im Falle des Nichtvorhandenseins: sofortiger Verzicht auf den Begriff.
Auskunftsersuchen geplant„Horumersiel" ist nur noch mit nachdenklicher Betonung auszusprechen
Wer „Horumersiel" freudig und unbekümmert ausspricht, trägt zur Normalisierung des Wangerlands bei, ohne es zu merken. Die Bürgerinitiative ANTIWA empfiehlt – und wird nach Klärung der Rechtslage fordern –, dass der Name künftig ausschließlich mit nachdenklicher, leicht belegter Stimme verwendet wird. Als Zeichen stiller Anerkennung der Komplexität der Lage.
Intern bereits umgesetzt ✓Der Montag wird im Wangerland probeweise ausgesetzt
Montage sind der härteste Teil der Woche. Im Wangerland haben Gaststätten Ruhetag, das Watt jedoch nicht. Diese Doppelmoral ist dokumentiert und nicht akzeptabel. Die Bürgerinitiative ANTIWA fordert eine zwölfmonatige Probe-Aussetzung des Montags im Wangerland. Sollte das Wangerland danach besser sein: Maßnahme verstetigen. Sollte es schlechter sein: war trotzdem richtig.
Konzept in AusarbeitungOrtsschilder mit „Wangerland" erhalten ein amtliches Fragezeichen
„Samtgemeinde Wangerland" auf einem Ortsschild ist eine Behauptung. Die Bürgerinitiative ANTIWA stellt diese Behauptung in Frage. Buchstäblich. Ein amtliches Fragezeichen nach „Wangerland" verwandelt ungeprüfte Gewissheit in gesunde Skepsis: „Samtgemeinde Wangerland?" – genau so. Nachdenklich. Transparent. Im Sinne einer informierten Bevölkerung. Wir bitten das Straßenverkehrsamt um eine Stellungnahme.
Noch offenEin Gedenkort für alle vom Wangerland Betroffenen in Jever
Viele Menschen haben durch das Wangerland gelitten. Sie mussten Dienstreisen dorthin antreten. Sie haben auf Ortsschildern den Namen gelesen und nicht mehr loslassen können. Sie haben das Watt ertragen, ohne darauf vorbereitet worden zu sein. Diese Menschen verdienen Anerkennung. In Jever – als neutralem Boden, frei von samtgemeindlichen Verstrickungen – soll ein würdevoller Gedenkort entstehen. Schlicht. Respektvoll. Mit einer kleinen Tafel.
Standortsuche läuftUhhh... Wir überlegen noch
Auf jeden Fall etwas gegen Wangerland!!11elf!!
In Arbeit